Thema professionelle Betreuung der Haie

Was ist richtig und was ist falsch?

 

Können Aquarienbecken, egal wie groß sie auch sein mögen, den Bedürfnissen der Tiere gerecht werden?

Die Natur ist nie zu ersetzen. Diese Aussage rechtfertigt jedoch nicht, die richtigen und wichtigen Schritte von SHARK CITY zu verhindern und lieber so weiter zu machen wie bisher. Noch gibt es die Möglichkeit, etwas zu bewegen. Jeder mit seinem Konzept, idealerweise alle zusammen.
 
Wir können und werden dafür sorgen, dass die Haie, die als Botschafter für Millionen sicher einen Kompromiss eingehen, bestmöglich mit der neuesten Technik und viel Pflege betreut werden. Es wird von einigen Kritikern der Eindruck vermittelt, die Tiere im Ozenarium seien zu einem schleichenden Tod verurteilt. Dies ist definitiv falsch. Keine der Haie, die in SHARK CITY zu sehen sein werden, sind aktive Hochseehaie. Die geplanten Haiarten bewegen sich auch in der Natur in einem überschaubaren Areal. Die vorgesehenen Haiarten wurden im Rahmen einer öffentlichen Diskussion den Organisationen präsentiert. Dies ist also längst bekannt.
Es stellt sich zudem immer die Frage, welche Ziele angepeilt werden. Hier stehen die aufwendig gepflegten Tiere, die nicht in der Natur schwimmen, als Botschafter für das Schicksal von Millionen getöteter Haie – 190 in der Minute. Dieser Kompromiss ist aus unserer Sicht tragbar, zumal die überwiegende Mehrheit der Tiere in SHARK CITY der Natur durch Nachzucht und Übernahmen aus anderen Aquarien nicht entnommen werden. Wir vermissen an dieser Stelle die (wirkungsvollen) Aktivitäten vieler Kritiker für das Thema Hai – und nicht gegen SHARK CITY. Jede Minute, die im „Kampf“ gegen SHARK CITY ungenutzt verstreicht, bewirkt das Gegenteil von Tierschutz. Wir bieten Tierschützern jederzeit unsere Kooperation an. Gemeinsam bewegen wir viel mehr.
 
Über das Verhalten beispielsweise von Delfinen ist eine Menge bekannt, über das soziale Verhalten von Haien vergleichsweise wenig. Wissenschaftler vergleichen ihr Sozialleben mit dem der Delfine. Ist das richtig?
Dr. Erich Ritter, Schirmherr von SHARK CITY, hat die wohl umfassendste Erfahrung als Haiverhaltensforscher. Die Haie passen sich wie viele Tiere ihrer Umgebung an, das ist in der Natur auch so. Das Sozialverhalten von Delfinen und Haien kann nicht nicht gleichgsetzt werden. Zudem ist ein Vergleich von Delphinarien und Hai-Aquarien ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen.

 

Werden in SHARK CITY mit höchstens zwei oder drei Tieren pro Art eine viel zu kleine soziale Gruppe in die Becken gesetzt?
Es gibt keinen Anlass, eine größere Gruppe zu zeigen, zudem fehlen jegliche Belege zu dieser Annahme.
 
Führt das ununterbrochene Schwimmen der Haie im Kreis zu Deformierungen der Körper und haben Haie in Aquarien oft Krankheiten, die nur mit Medikamentengabe bekämpft werden können?
Den Tieren wird genug Raum geboten, um sich zu bewegen. Durch die Gestaltung der Becken ist ein Schwimmen im Kreis gar nicht möglich. Deformierungen gehören ins Reich der Fabeln. Krankheiten sind bei Haien äußerst selten und können mithilfe von medizinischem Fachpersonal betreut werden.

 

Viele Haiarten schwimmen in Freiheit einige hundert Kilometer am Tag. Wie soll das in einem engen Aquarium möglich sein?

Geht man von der zurückgelegten Strecke pro Tag aus, ist diese zumindest in einem Aquarium in der Größe eines Ozenariums wie SHARK CITY dieselbe. Die Tiere schwimmen, um atmen zu können – nicht aus Freude. Und wir betonen es auch gerne immer wieder: Hochaktive Haiarten wird es in SHARK CITY nicht geben. Es geht nicht um Sensation, sondern um Aufklärung. Dazu braucht es keine Weißen Haie etc. in SHARK CITY.